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Wie Fruchtzucker unseren Nieren schaden kann

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Durst? Wer ihn nicht mit Softdrinks, sondern mit Wasser, ungesüßtem Tee oder Kaffee löscht, tut auch den Nieren etwas Gutes.
Limonaden, Schorlen und Co. verleiten nämlich dazu, in kurzer Zeit viel Fruchtzucker aufzunehmen. Das kann die Nieren mit der Zeit belasten, wie die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) warnt. Was steckt dahinter?
Dafür zunächst etwas Zucker-Theorie: Anders als Traubenzucker (Glukose) wird Fruktose unter anderem auch in den Nieren verstoffwechselt.
Aus gleich mehreren Gründen ächzt das Organ, wenn wir über längere Zeit viel davon zu uns nehmen:
- Beim Abbau von Fruchtzucker bildet der Körper vermehrt Harnsäure. Ist dieser Spiegel dauerhaft erhöht, können sich Harnsäurekristalle im Nierengewebe ablagern. Das kann zu Nierenschäden, Nierensteinen und -entzündungen führen.
- Ein hoher Fruktosekonsum fördert die Bildung von Fett und Entzündungen im Körper, wodurch die kleinen Blutgefäße der Nieren Schaden nehmen können.
- Dazu kommen indirekte Effekte: Viel Fruktose fördert Insulinresistenz, Bluthochdruck und Fettleber - alles Erkrankungen, die die Nierenfunktion nochmals verschlechtern.
Fruchtzucker aus Obst ist nicht das Problem
Wer gerne mal Apfelspalten oder Blaubeeren snackt, muss sich das nicht verkneifen. «Problematisch ist nicht Fruktose aus frischem Obst, sondern vor allem der zugesetzte Fruchtzucker in industriell hergestellten Lebensmitteln», so die Nephrologin Sylvia Stracke, die Pressesprecherin der DGfN ist.
Fruktose ist beispielsweise in Softdrinks, Energydrinks, Sportgetränken, Eistees und aromatisierten Wässern zu finden. Auch Fruchtjoghurt, Müsliriegel, Frühstückscerealien und Desserts liefern mitunter viel davon, ebenso Fertigsoßen, Dressings und Backwaren.
Auf der Zutatenliste hält man am besten Ausschau nach Bezeichnungen wie «Fruktose-Glukose-Sirup» oder «Maissirup» - und vermeidet entsprechende Produkte möglichst. Die Nieren-Experten raten außerdem dazu, Normalgewicht anzustreben und Adipositas, Bluthochdruck und Diabetes konsequent zu behandeln.
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(05.03.2026)

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